Jetzt bewerben: Leiter*in für das Projekt „Systemische Risiken von Algorithmen“ gesucht

Teilzeit mit 30-32 Wochenstunden | Start im März oder April 2023 | Bewerbungsfrist: 13. Februar 2023
Photo: fauxels | pexels

AlgorithmWatch sucht für den Berliner Standort eine*n Leiter*in für das Projekt „Systemische Risiken von Algorithmen“.

  • Teilzeit mit 30-32 Wochenstunden
  • Gewünschtes Startdatum: 1. März oder 1. April 2023
  • Bewerbungsfrist: 13. Februar 2023, 23:59 Uhr MESZ (wir werden ab Anfang Februar 2023 fortlaufend zu Interviews einladen)

AlgorithmWatch ist eine Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin und Zürich, die sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von algorithmischen Entscheidungssystemen (ADM) und Künstlicher Intelligenz (KI) befasst. Wir setzen uns dafür ein, dass solche Systeme Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Nachhaltigkeit stärken. Dazu tragen wir mit politischen Kampagnen, Advocacy-Arbeit, journalistischen Recherchen, Forschung und Technikentwicklung bei.

Auf unserer Website, Twitter, Mastodon und LinkedIn oder über unsere Newsletter kannst du dir ein besseres Bild von unserer Arbeit machen und mehr über unser Team erfahren.

Du möchtest dich für Grundrechte und Gemeinwohl einsetzen und zu einem der spannendsten Themen unserer Zeit arbeiten? Dann werde Teil unseres motivierten Teams!

Deine zukünftige Rolle

Der Einfluss von Plattformen wie TikTok, Twitter, Instagram oder YouTube auf gesellschaftliche Debatten wird immer größer – mit weitreichenden Konsequenzen für unsere Gesellschaften. Das Machtgefälle zwischen global agierenden Konzernen und denjenigen, die sie kontrollieren sollen, ist gewaltig. Mit dem Digital Services Act (DSA) hat die EU erstmals eine gesetzliche Grundlage dafür geschaffen, die Risiken von Plattformen besser analysieren und die Plattformen besser überprüfen zu können. Er bietet damit die Chance, sie zur Verantwortung zu ziehen. Um sie zu nutzen, braucht die Zivilgesellschaft die besten Köpfe.

Du koordinierst ein Team von erstklassigen Policy- und Advocacy-Expert*innen, Rechts- und Sozialwissenschaftler*innen, mit denen du Ideen und Methoden entwickelst und testest, um zu analysieren, welche Risiken von Plattformen ausgehen und ob sie genug tun, um sie zu entschärfen. In enger Zusammenarbeit mit den Teams Policy & Advocacy und PR & Outreach vermittelst du die Ergebnisse so, dass sie für Politiker*innen, aber auch die allgemeine Öffentlichkeit verständlich sind. So werden sie zur Grundlage für wirksame Kontrollmechanismen dafür, Rechte wirksam durchzusetzen. Wenn du nach einer Aufgabe suchst, bei der in der Forschungsergebnisse eine unmittelbare Bedeutung für die Gesellschaft haben, dann ist dies der Job für Dich.

Das bedeutet im Einzelnen:

  • Du entwickelst und testest Ideen und Methoden, wie der DSA und andere Gesetze genutzt werden könnten, um auf Daten der Plattformen zuzugreifen und sie zu analysieren.
  • Du koordinierst die Aktivitäten unseres am Projekt arbeitenden Teams (Sozialwissenschaften, Policy- und Advocacy, Campaigning) und arbeitest dabei direkt mit der Leiterin Policy & Advocacy und dem Geschäftsführer zusammen.  
  • Du arbeitest daran mit, die Policy-Positionen von AlgorithmWatch zu diesem Thema zu entwickeln und vertrittst sie gegenüber Entscheidungsträger*innen – sowohl schriftlich, als auch im direkten Gespräch.
  • Du tauschst dich mit unserem globalen Netzwerk von exzellenten Wissenschaftler*innen aus, um ihre und unsere eigene Expertise zu bündeln und daraus Ideen und Methoden abzuleiten, mit denen wir einen möglichst großen Einfluss auf aktuelle politische Entwicklungen nehmen können. Du beauftragst in Abstimmung mit dem Team für einzelne Aufgaben und Analysen externe Spezialist*innen und betreust ihre Arbeit.
  • Du stößt die Zusammenarbeit mit Organisationen an, die dieselben Ziele verfolgen wie wir, und weitest bestehende Kooperationen aus. Du entwickelst Strategien, um Plattformen zur Verantwortung zu ziehen für die Folgen, die sie für Betroffene haben.
  • Du veröffentlicht die Ergebnisse in Form von politischen Stellungnahmen, Diskussionsbeiträgen und wissenschaftlichen Publikationen, die es dir ermöglichen, dich in einem der derzeit relevantesten Themen an der Schnittstelle von Politik-, Sozial- und Geisteswissenschaften zu positionieren.

Was du mitbringst

  • Du hast einen Hintergrund in Soziologie, Datenwissenschaft, Informatik, Science and Technology Studies, Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen oder einer Geisteswissenschaft oder Erfahrungen auf verwandten Feldern gesammelt. Du kennst dich mit statistischen Methoden aus; Kenntnisse von Maschinellem Lernen sind ein Plus.
  • Du verfügst über mehrere Jahre Erfahrung in der interdisziplinären Forschung und hast dich dabei mit theoretischen Ansätzen und explorativen Methoden beschäftigt und Forschungsaktivitäten koordiniert.
  • Du verfügst über eine solide Kenntnis der Plattformforschung und/oder Plattformregulierung (je nach vorherigen Arbeitsschwerpunkten), bist über die aktuellen wissenschaftlichen Ansätze und Debatten auf dem Laufenden und kennst die relevanten Institutionen. Du kannst auf ein etabliertes wissenschaftliches, politisches oder zivilgesellschaftliches Netzwerk zurückgreifen.
  • Du verfügst über ein exzellentes Urteilsvermögen und ein ausgeprägtes strategisches Denken. Du möchtest innovative Ansätze entwickeln, um damit konkrete Probleme zu lösen.
  • Du bist zuverlässig, ergreifst Initiative und übernimmst Verantwortung.
  • Du sprichst fließend Englisch und bist in unterschiedlichen schriftlichen Formaten (z.B. Diskussions- und Grundlagenpapieren) ebenso überzeugend wie im mündlichen Gespräch. Deine Deutschkenntnisse sollten gut genug sein, um aktuelle politische Debatten verfolgen und an deutschsprachigen Meetings teilnehmen zu können.
  • Du hast Lust darauf, in unterschiedlichen Zusammenhängen unsere Organisation zu vertreten und dich mit verschiedenen Gruppen austauschen. Du bist bereit zu reisen (maximal drei Tage am Stück und auf wenige Termine begrenzt).
  • Du identifizierst dich mit unseren Werten und willst einen Beitrag dazu leisten, Menschenrechte und das Allgemeinwohl zu schützen.   
Einblick in unsere Projekte: Mit DataSkop erforschen wir den TikTok Algorithmus!

Wir bieten dir

  • Du bist Teil eines Teams, das dafür kämpft, die Gesellschaft gerechter, demokratischer, inklusiver und nachhaltiger zu machen.
  • Du arbeitest mit einer multidisziplinären Gruppe aus diversen und begeisterten Menschen in Berlin und Zürich zusammen. Du bist außerdem Teil eines großartigen Netzwerks aus Wissenschaftler*innen, zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen und Entscheidungsträger*innen.
  • Wir pflegen eine kollegiale und wertschätzende Arbeitskultur, in der wir gemeinsam Erfolge feiern und gemeinsam Rückschläge verarbeiten. Teamklausuren und -events gehören ebenso dazu wie Skill-Sharing-Workshops und Supervision (bei Bedarf).
  • Angemessene Ressourcen: hochqualifizierte Kolleg*innen und ein Budget, um auf externe Expertise zurückgreifen zu können. Flexible Strukturen werden dir dabei helfen, deine Ziele zu erreichen.
  • Du genießt sehr viel Autonomie, übernimmst Verantwortung und hast kreative Freiräume. Du sprichst dich mit der Teamleiterin Policy & Advocacy und unserem Geschäftsführer ab.
  • Flexi­ble Arbeits­zeitmodelle und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten, 30 Tage Urlaub, Überstunden werden mit Freizeitausgleich abgegolten, Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge.
  • Wir unterstützen dich durch individuelle Fortbildungen und Teamtrainings dabei, dich beruflich so weiterzuentwickeln, wie es zu deinen Stärken und Interessen passt.
  • Ein Gehalt von 5.000 Euro brutto/Monat bei Vollzeit. Wichtig: Wir entwickeln aktuell unsere Gehaltsstruktur weiter; Sonderleistungen werden Anfang 2023 eingeführt.
  • Ein zunächst auf drei Jahre befristeter Vertrag über eine Teilzeitstelle mit 30-32 Wochenstunden. Wir streben eine Weiterbeschäftigung und langfristige Zusammenarbeit an.

Um ein wertschätzendes, harmonisches Arbeitsklima zu schaffen, haben wir in unserem Leitbild Werte und Prinzipien definiert, die deinen Arbeitsalltag prägen werden.

Neugier geweckt? Dann bewirb dich!

Da uns bei AlgorithmWatch Chancengerechtigkeit wichtig ist, streben wir eine ausgewogene und vielfältige Zusammensetzung unseres Teams und unserer Leitungsgremien an. Wir sind der Meinung, dass für die Aufgabe, algorithmische Systeme angemessen zu erforschen und zu kontrollieren, eine Vielfalt von Perspektiven unabdingbar ist. Wir ermutigen besonders Personen mit familiärer Migrations- oder Fluchtgeschichte, Black People und People of Color, Menschen, die sich zu LGBTIQ* zählen, oder Menschen, die Diskriminierung erfahren (haben), sich bei uns zu bewerben.

Wir setzen uns kontinuierlich dafür ein, eine inklusive Arbeitsumgebung zu schaffen. Um diesen Prozess erfolgreich zu gestalten, müssen wir zuhören und lernen, Privilegien zu erkennen und zu hinterfragen – und dementsprechend handeln. Falls wir hinter diesem Anspruch zurückbleiben und etwas im Einstellungsprozess angepasst werden sollte, sag uns bitte Bescheid!

Du begeisterst dich für unsere Ziele und hast Lust, Teil unseres engagierten Teams zu werden? Du möchtest uns näher kennenlernen? Auch wenn nicht alle Aspekte aus der Ausschreibung auf dich zutreffen – wir freuen wir uns in jedem Fall auf deine Bewerbung!

Bitte sende uns die folgenden Unterlagen per E-Mail bis spätestens zum 13. Februar 2023 an jobs@algorithmwatch.org (ohne Foto, ohne Angaben zum Alter und Familienstand):

  • Ein kurzes Motivationsschreiben und deinen Lebenslauf (Deutsch oder Englisch)
  • Eine Arbeitsprobe (etwa ein Policy-Dokument, ein Positionspapier, eine Kampagnenwebsite, eine Pressemitteilung o.Ä.) mit einer kurzen Erklärung dazu, welchen Anteil du daran hattest

Wir melden uns mit einer kurzen Bestätigung. Dann hörst du innerhalb von zwei Wochen von uns, wenn dein Profil gut zu uns passt und wir dich kennenlernen möchten. Wir werden ab Anfang Februar laufend zu Interviews einladen. Bei Fragen freut sich unser Geschäftsführer Matthias darauf, sie zu beantworten (jobs@algorithmwatch.org). Die Vorstellungsgespräche finden vor Ort oder via Videocall statt. Reisekosten für die Bewerbungsgespräche übernehmen wir in einem angemessenen Rahmen, sofern sie nicht von der Arbeitsagentur getragen werden.

Mit deiner Bewerbung gehen wir datenschutzkonform um. Weitere Informationen erhältst du unter unserer Datenschutzerklärung.