Story

Eine Werbung für Palmona, eine Marke von künstlicher Butter.

Was künstliche Butter mit künstlicher Intelligenz zu tun hat

Eine Person reinigt das Lobby eines Bürohauses.

Regulierung von Plattformarbeit lässt Reinigungskräfte im Regen stehen

Ich werde häufig gefragt, warum es nur wenige positive Visionen von KI gibt. Schließlich können Maschinen die Arbeit erträglicher machen und, vorausgesetzt, die sich aus ihrem Einsatz ergebenden Vorteile werden gerecht verteilt, zum Nutzen aller sein. Doch ganz so funktioniert generative KI leider nicht.

Das 3-Pfeile Symbol mit rotem-lilanem Hintergrund.

Warum linke Parteien mit generativer KI fremdeln

Ich werde häufig gefragt, warum es nur wenige positive Visionen von KI gibt. Schließlich können Maschinen die Arbeit erträglicher machen und, vorausgesetzt, die sich aus ihrem Einsatz ergebenden Vorteile werden gerecht verteilt, zum Nutzen aller sein. Doch ganz so funktioniert generative KI leider nicht.

Zeichnung eines Menschen, der auf einem Laufband läuft. Der Mensch ist von Sprechblasen umzingelt. Im Hintergrund sind Fabriken und Rechenzentren zu sehen, deren Produkte zurück zum Menschen auf dem Laufband fließen.

Rechenzentrenausbau auf Kosten der Stromkunden? Das Energieproblem hinter dem KI-Hype

Während Europa die Vision verfolgt, ein KI-Kontinent zu werden, zeigt der Boom der KI-Infrastruktur in Deutschland schon jetzt die Grenzen von Energie und Infrastruktur. Und es bleibt die Frage: Welchen Preis zahlen Gesellschaft und Endkonsument*innen dafür?

close-up photo of Goosebumps Slappy the Dummy ventriloquist doll

Alle gleich? Praxistest zeigt Bandbreite der Unterschiedlichkeit von Sprachmodellen auf

Egal welches Modell zum Einsatz kommt, KI‑generierter Text weist häufig eine gewisse Monotonie und Eintönigkeit auf. Dieses Phänomen lässt sich zwar mathematisch analysieren, wie ein Experiment zeigt, aber Unterschiede in der Bedeutung lassen sich letztlich kaum quantifizieren.

Abstrakte menschliche Figuren nehmen an einem Protest teil und halten Plakate hoch. Plakate zeigen Bildern und Sprüche gegen die Umweltschäden von KI oder der Tech-Industrie.

Wie man sich gegen Rechenzentren wehrt: ein Leitfaden für lokale Initiativen in Europa

Die Anzahl von Rechenzentren nimmt weltweit zu. Gleichzeitig organisieren sich immer mehr Initiativen aus der lokalen Bevölkerung, um die negativen Auswirkungen dieser Anlagen auf ihre Region und ihren gigantischen Ressourcenverbrauch zu dokumentieren. Mit diesem Leitfaden haben wir Handlungsempfehlungen zusammengestellt, mit denen sich Menschen vor Ort informieren und möglichen negativen Auswirkungen geplanter Anlagen in ihrer Umgebung entgegenwirken können.

A photographic rendering of a simulated middle-aged white woman against a black background, seen through a refractive glass grid and overlaid with a distorted diagram of a neural network.

Wie KI-Slop-Farms Identitäten stehlen

KI‑Slop ist allgegenwärtig. Einer Schätzung zufolge wird etwa jeder fünfte Artikel, der über Google Discover angezeigt wird, automatisch erzeugt. Weniger bekannt ist, dass KI‑Slop-Farms die Identität bereits bestehender Journalist*innen und Influencer*innen stehlen, um ihre Chancen zu erhöhen, von diesen Algorithmen ausgewählt zu werden.

Excerpt from Fingerprints by Francis Galton

Biometrische Fernidentifizierung als kolonialer Bumerang

Viele sind zu Recht empört darüber, wie sehr Live-Gesichtserkennung und andere Formen der biometrischen Fernidentifizierung unsere Freiheit im öffentlichen Raum einschränken. Durch diese Empörung übersehen sie meiner Meinung nach aber teilweise den Sinn dieser Technologie. Ein Blick auf die Kolonialgeschichte hilft uns zu verstehen, weshalb sie ein beliebtes Herrschaftsinstrument ist.

Der TikTok-Algorithmus als Sündenbock für die Politik

Ein parlamentarischer Bericht über TikTok hat in den letzten Wochen in Frankreich mediale Wellen geschlagen. Er ist schon an sich interessant, aber außerdem ein Paradebeispiel für den Reflex vieler europäische Politiker*innen, wenn sie sich mit einem Thema beschäftigen, das mit Algorithmen zu tun hat.

Ein Waschbär auf einem Bildschirm in einer Kirche.

KI-Jesus: Was bleibt von Papst Franziskus’ Lehre?

In einer Kirche in Österreich war eine KI-generierte Ausstellung zu sehen. Dies entspricht nicht ganz den KI-Richtlinien des Vatikans.

Illustrationen von sechs Clickworkern, die isoliert voneinander an Computern arbeiten. Der gezeichnete Hintergrund zeigt Bürozellen

Die KI-Revolution frisst ihre Gigworker

Manche Unternehmen lagern ganze Geschäftsprozesse an andere aus (Business Process Outsourcing, BPO). Im KI-Sektor verwalten solche BPO-Unternehmen die menschliche Arbeit, ohne die KI-Anwendungen nicht funktionieren würden. Die Arbeitsbedingungen sind bedenklich und die Tech-Konzerne profitieren davon.

Eine Illustration eines Berges, der einem Rechenzentrum ähnelt, und der betroffenen Gemeinde am Fuße des Berges.

Übergriffige Infrastruktur: In Europa breiten sich Rechenzentren aus

Rechenzentren sind Eckpfeiler der digitalen Ambitionen der EU, deshalb werden in ganz Europa immer mehr davon gebaut. Die Reaktionen der lokalen Bevölkerung fallen sehr unterschiedlich aus: An manchen Orten werden die Rechenzentren als Entwicklungsmotor betrachtet, woanders als Umweltsünde, die die Lebensqualität beeinträchtigt.

A couple of ATM machines sitting next to each other

Können Algorithmen automatisch Bankkonten sperren?

Ein Schwarz-Weiß-Bild, das einen frühen Computer während des Zweiten Weltkriegs zeigt. Im Vordergrund fällt der Schatten einer Frau auf einen Mann, der das Kabel der Maschine wechselt.

Gig Economy: Wie KI-Training einen globalen Schwarzmarkt für Clickwork-Jobs erschaffen hat

Unternehmen, die Daten für das Training von KI aufbereiten, überlassen ihr Personalrecruiting Kriminellen, die vom internationalen Lohndumping profitieren.

Geschlechtsangleichende Transition: Auch im digitalen Leben schwierig

Nur eine Formalität? Für die Transgender-Community ist der Wechsel der Online-Identität kein simpler Verwaltungsakt. Eine mangelhafte Datenarchitektur macht es nur schlimmer.

OpenAI bricht eigene Regeln: Generatoren produzieren täuschende KI-Bilder zur EU-Wahl

AlgorithmWatch hat getestet, welche Bilder sich kurz vor der EU-Wahl von den großen KI-Systemen generieren lassen: Zwei der größten Anbieter halten sich nicht an Sicherheitsmaßnahmen, die sie selbst angekündigt haben.

Kampagne: ADM und People on the Move

Die automatisierte Festung Europa: Menschenrechte haben hier keinen Platz

29.000 Menschen sind in den vergangenen zehn Jahren beim Versuch, die EU zu erreichen, im Mittelmeer ums Leben gekommen. Man sollte annehmen, die EU und Wissenschaftler*innen in ganz Europa würden fieberhaft daran arbeiten, neue Technologien dafür zu nutzen, diese Tragödie zu stoppen. Das Gegenteil ist der Fall: Mithilfe von Künstlicher Intelligenz werden die digitalen Mauern höher gezogen, finanziert mit Steuergeld.

Wie Bildgeneratoren die Welt zeigen: Stereotypen statt Vielfalt

Studien dazu befassen sich meistens nur mit MidJourney. Bei anderen Tools ist die ernste Absicht zu erkennen, eine größere Vielfalt im Output darzustellen, wenn auch mit durchwachsenem Erfolg.

Das Jahr, in dem wir auf Taten warteten: 2023 im Rückblick

Vor genau einem Jahr habe ich geschrieben, dass automatisierte Systeme im Laufe des Jahres 2023 möglicherweise endgültig reguliert werden könnten. Es hat sich gezeigt, dass meine Prognose zu optimistisch war. Die europäischen Institutionen haben es nicht geschafft, die KI-Verordnung zu verabschieden, auch nicht in einer abgeschwächten Version. Mit dem Aufstieg generativer Modelle haben derweil die Probleme zugenommen.

Plattformregulierung

Diskriminierende Anzeigen: KI ist auch keine Lösung

Ein neues System von Meta sollte dafür sorgen, dass auf Facebook und Instagram Wohnungsanzeigen in den USA weniger diskriminierend sind. In einem Compliance-Bericht wird behauptet, dass die KI-Lösung funktioniere, aber dafür fehlen Beweise einer neutralen Instanz.

KI auf Amazon: ChatGPT und Co. als Ghostwriter

KI-generierte Bücher drängen auf die Verkaufsplattform Amazon – darunter auch Kinderbücher. Über die möglichen Folgen für Autor*innen, Illustrator*innen und junge Zielgruppen.

Algorithmic Accountability Reporting

Recherche in der Blackbox

Sozialbetrugsscoring, Predictive Policing oder Chat-GPT: Regierungen und Behörden weltweit setzen zunehmend Algorithmen ein, meist völlig intransparent. Algorithmic Accountability Reporting beleuchtet ihre Funktionsweise und Wirkung. Doch nur wenige Medien leisten sich solche Recherchen. Was ist da los?

Cybergrooming | Teil 1 von 3

Die automatisierte Jagd auf Cybergroomer

Cybergroomer machen sich online an Minderjährige heran, Algorithmen sollen solche Versuche aufdecken. Doch die Zuverlässigkeit automatisierter Systeme ist umstritten – und sie können sogar Kinder und Jugendliche kriminalisieren.

Cybergrooming | Teil 2 von 3

Die Sprache von Cybergroomern entschlüsseln

Ein Machine-Learning-Tool soll mit linguistischen Methoden versteckte Bedeutungen und Absichten in Nachrichten von Menschen erkennen, die sich online an Minderjährige ranmachen. Zweiter Teil des Beitrags „Die automatisierte Jagd auf Cybergroomer”. (Hier geht's zu Teil 1.)

Cybergrooming | Teil 3 von 3

Die Kriminalisierung von Minderjährigen durch KI

Selbst Kinder und Jugendliche, die sich in Chats nicht übergriffig verhalten, können nach deutschem Recht zu Cybergrooming-Beschuldigten werden. Dritter und letzter Teil des Beitrags „Die automatisierte Jagd auf Cybergroomer”. (Hier geht's zu Teil 1 und Teil 2.)