Policy Brief zu Online-Plattformen: Unabhängige Forschung braucht Datenzugang

Um große Online-Plattformen wie Facebook und YouTube zur Verantwortung zu ziehen, brauchen Forscher*innen einen unabhängigen Zugang zu Plattformdaten. In neuen Policy Brief des Digital Autonomy Hub erklären wir, warum der neue Digital Services Act ein Schritt nach vorn ist.
Image by Alan Warburton / © BBC / Better Images of AI / Social Media / Licenced by CC-BY 4.0

Es wird immer wieder diskutiert, ob große Online-Plattformen wie Facebook, YouTube oder Twitter Wahlen beeinflussen, Desinformationen verbreiten oder die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gefährden. Antworten auf solche Fragen sind nicht leicht zu finden. Denn die Plattformen gewähren kaum Einblicke, nach welchen Kriterien sie Inhalte personalisiert anzeigen, welche Inhalte sie löschen und wie sie mit Beschwerden umgehen.

In diesem Policy Brief argumentieren wir, dass Forschung, die im öffentlichen Interesse Online-Plattformen analysiert, durch einen umfassenden Zugang zu Plattformdaten gestärkt werden muss. Nur so lassen sich Online-Plattformen zur Rechenschaft ziehen. Der neue Digital Services Act (DSA) der EU macht in dieser Hinsicht einen großen Schritt nach vorne. Wir skizzieren, wie der DSA für eine evidenzbasierte Plattformregulierung sorgen und die digitale Selbstbestimmung von Nutzer·innen stärken kann.

Lesen Sie mehr zu unserer Policy & Advocacy Arbeit zum Digital Autonomy Hub.

John Albert (er/ihm)

Policy und Advocacy Manager

Photo: Julia Bornkessel, CC BY 4.0

Als Policy & Advocacy Manager beschäftigt sich John Albert bei AlgorithmWatch mit dem Bereich ADM und öffentliche Meinungsbildung, insbesondere mit Plattformregulierung und EU-Prozessen wie jenem zum Digital Services Act (DSA). John war bereits als Videojournalist und Dokumentarfilmer tätig. Er hat einen Masterabschluss in Public Policy von der Hertie School in Berlin und einen Masterabschluss in Journalismus von der Columbia University in New York.

Anne Mollen (sie/ihr)

Senior Policy & Advocacy Managerin

Photo: Julia Bornkessel, CC BY 4.0

Als Senior Policy & Advocacy Manager widmet sich Anne bei AlgorithmWatch schwerpunktmäßig den Bereichen ADM und Nachhaltigkeit, ADM am Arbeitsplatz sowie ADM im öffentlichen Sektor – Letzteres mit einem Fokus auf unsere Arbeit auf deutscher Ebene. Sie hat an der Universität Bremen zu Technologien und Medienpraktiken in zunehmend digitalen Demokratien promoviert und in verschiedenen Projekten zum Zusammenhang von digitalen Medientechnologien, Gesellschaft und Demokratie geforscht.

Angela Müller (sie/ihr)

Head of Policy & Advocacy

Foto: David Bächtold

Angela leitet die Aktivitäten des Policy & Advocacy Teams von AlgorithmWatch und AlgorithmWatch Schweiz. Zu ihren Schwerpunkten gehören horizontale Regulierungen im Rahmen des Europarats (CAI) und der EU (AI Act), der Bereich ADM im öffentlichen Sektor sowie unsere Policy-Arbeit in der Schweiz. Sie hat einen PhD (Dr.des.) in Rechtswissenschaft von der Universität Zürich, wo sie zu Menschenrechten im Kontext von Globalisierung und neuen Technologien geforscht hat, sowie einen Master in politischer Philosophie. An der Columbia University New York und der Hebrew University Jerusalem war sie Visiting Researcher. Vor ihrer Tätigkeit bei AlgorithmWatch arbeitete sie bei einem zivilgesellschaftlichen Think Tank, an Universitäten, für eine Innovationsplattform sowie beim Schweizerischen Außenministerium.