Statuen gegen automatisierte Gesichtserkennung

Heute verhüllten Aktivist·innen in mehreren Städten in Deutschland und der Schweiz Statuen im öffentlichen Raum mit Papiertüten. Sie setzen damit ein Zeichen gegen automatisierte Gesichtserkennung.

Heute streiken in über 10 Städten in Deutschland und der Schweiz Statuen gegen automatisierte Gesichtserkennung. Zum Tag der Menschenrechte, der jedes Jahr am 10.12. stattfindet, erinnern sie daran, dass diese Form der biometrischen Massenüberwachung unsere Grundrechte massiv gefährdet. Was als Guerilla-Aktion in Berlin und Zürich anfing, weitete sich schnell auf Bielefeld, Münster, Leipzig, Bremen, Braunschweig, Göttingen, Hamburg, Kiel und Basel aus.

Die Botschaft der Statuen ist klar: Wir brauchen ein europaweites Verbot von automatisierter Gesichtserkennung im öffentlichen Raum! Sonst bleibt uns nur noch Vermummung als Taktik, um unsere Grundrechte zu schützen.

Die neue Bundesregierung muss jetzt deutlich Position beziehen, denn in Brüssel wird aktuell darum gerungen, das im KI-Verordnungsentwurf vorgesehene Verbot von biometrischer Überwachung zu Strafverfolgungszwecken massiv abzuschwächen. Das dürfen wir nicht zulassen! Wir fordern ein komplettes Verbot, da die negativen Auswirkungen der Technologie zu fundamental sind.

Hier haben wir ein paar Eindrücke von heute gesammelt: