Neues SustAIn-Magazin zu nachhaltiger KI in der Praxis

KI hat ökologische, soziale und wirtschaftliche Kosten zur Folge. Wissenschaft, Industrie, Zivilgesellschaft und Politik müssen dringend auf der Grundlage von Fakten über diese Kosten sprechen und handeln. Mit dem ersten SustAIn-Magazin wollen wir unseren Beitrag zu solch einem Austausch leisten.

Heißlaufende Rechenzentren, horrende CO2 Emissionen von großen Sprachmodellen, Diskriminierung und Ausbeutung natürlicher, sowie sozialer Ressourcen: Bei diesen Meldungen bekommt man den Eindruck, Künstliche Intelligenz würde den Planeten weiter anheizen. Die Debatte über die Nachhaltigkeit von KI ist bisher aber noch sehr theoretisch und ungenau. Doch inmitten der Klimakrise, bei der es alles zu verlieren gibt, müssen wir genauer, differenzierter und faktenbasierter diskutieren. Denn es gibt Wege und Möglichkeiten KI nachhaltiger zu gestalten, ihren Ressourcenverbrauch zu minimieren, Betroffene in der Entwicklung mitzudenken und menschliche Autonomie aufrechtzuerhalten.

Das neue SustAIn-Magazin gibt Butter bei die Fische. Es enthält Interviews mit Expert*innen und gibt Einblicke in Praxisbeispiele, die wirkliche Veränderungen bringen. Die Basis für die Debatte liefern handfeste Kriterien, die im Projekt SustAIn: Der Nachhaltigkeitsindex für Künstliche Intelligenz entwickelt wurden und mit denen sich die Nachhaltigkeit von KI-Systemen bewerten lässt – soziale, wirtschaftliche und ökologische. Denn die einzige KI, die es zu entwickeln lohnt, ist eine, die die planetaren Grenzen respektiert, nicht noch problematische ökonomische Dynamiken verstärkt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht gefährdet.

Lesen Sie jetzt die digitale Ausgabe als PDF hier oder "blättern" Sie mit uns durch das Magazin und lassen Sie uns Ihnen drei Beiträge vorstellen...

Das Baukasten-Prinzip 

KI-Anwendungen sind für viele kleine und mittlere Unternehmen zu teuer, was zu Marktkonzentration führt und Innovation ausbremst. Das Software-Unternehmen elevait entwickelt KI-Module, die immer wieder neu verwendet werden können – was Kosten und Energie durch wegfallende Trainingszeiten spart. In unserem Magazin erfahren Sie im PDF auf Seite 48 mehr.

Gemeinschaftsaufgabe KI-Entwicklung

Aktuell dominieren wenige Unternehmen den globalen KI-Markt. Bei der Entwicklung der Systeme geht es in der Regel um Wirtschaftsinteressen, Betroffene werden kaum einbezogen, soziale Ungleichheiten verstärken sich. Das DAIR-Institut will KI entwickeln, die die Interessen von marginalisierten Gruppen berücksichtigt. Lesen Sie das Interview mit Forschungsleiterin Alex Hanna im PDF auf Seite 18.

Cloud&Heat

Die KI-Branche wächst rasant, was zu besorgniserregend steigenden Emissionen der Rechenzentren führt. Das Unternehmen Cloud&Heat hat ein Kühlungssystem entwickelt, das die Abwärme der Zentren zu Heizwärme umwandelt. Einzelne Länder er-wägen bereits, die Abwärmenutzung zu subventionieren. Mehr erfahren Sie im PDF auf Seite 52.

Entdecken Sie im Magazin weitere Artikel, einen Comic, Interview und Methodenbeispiele!