Matthias Spielkamp

Mitgründer und Geschäftsführer

Foto: Julia Bornkessel, CC BY 4.0
Matthias Spielkamp ist Mitgründer und Geschäftsführer von AlgorithmWatch, das mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet und für einen Grimme Online Award nominiert wurde. Er war Sachverständiger in Anhörungen des Europarats, der EU-Parlaments, des Bundestags und ist Mitglied der Global Partnership on Artificial Intelligence (GPAI). Matthias ist Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Warentest, im Beirat des Whistleblower Netzwerks und im Fachausschuss Kommunikation/Information der Deutschen UNESCO-Kommission. Er ist Autor und Herausgeber der Automating Society Reports und Büchern zu Algorithmen, KI und Automatisierung, Internet Governance, der Zukunft des Journalismus und des Urheberrechts. Seine journalistischen Beiträge sind in MIT Technology Review, Die Zeit, brand eins und vielen anderen Publikationen erschienen. MA Philosophie, FU Berlin, MA Journalismus, University of Colorado at Boulder.

Beiträge für AlgorithmWatch

Jonas Tebbe | Unsplash

Publikation, 27. Juli 2021

Digital Autonomy Policy Brief #3 – Tool zur Folgenabschätzung.

Automatisierte Entscheidungsfindungssysteme (ADM) sind im öffentlichen Sektor angekommen. Sie etablieren sich auch in öffentlichen Verwaltungen zunehmend als Instrumente, die Entscheidungsverfahren und Dienstleistungen effizienter, einfacher und nutzerfreundlicher gestalten sollen. Im dritten Policy Brief des Digital Autonomy Hubs legen wir dar, warum ihr Einsatz in der Verwaltung besondere Herausforderungen aufwirft und wie ihnen begegnet werden kann. Hierfür stellen wir ein Instrument vor, mit dem die Folgen von ADM-Systemen eingeschätzt, Risiken identifiziert und gegebenenfalls die Systeme angepasst werden können.

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Chris Barbalis | Unsplash

Publikation, 18. Mai 2021

Towards accountability in the use of Artificial Intelligence for Public Administrations

Michele Loi und Matthias Spielkamp analysieren den Regelungsgehalt von 16 Richtliniendokumenten über den Einsatz von KI im öffentlichen Sektor, indem sie deren Anforderungen mit den Kriterien unserer philosophischen Darstellung von Rechenschaftspflicht abgleichen. Sie kommen zu dem Schluss, dass einige Richtlinien zwar auf Prozesse verweisen, die auf eine Prüfung hinauslaufen, die Debatte jedoch von mehr Klarheit über die Art der Berechtigung von Prüfern und die Ziele der Prüfung profitieren würde. Dies diene nicht zuletzt dazu, ethisch sinnvolle Standards zu entwickeln, anhand derer verschiedene Formen der Prüfung bewertet und verglichen werden können.

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Jon Moore | Unsplash

Blog, 5. August 2019

Community Standards + KI + Beirat = Informationsfreiheit weltweit?

Das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz hat weltweit Aufsehen erregt. Obwohl in Deutschland nahezu einhellig und zum Teil sehr scharf kritisiert, weckt es in anderen Ländern die Hoffnung, man könne große Informationsintermediäre wie Facebook, Google/Youtube und Twitter mithilfe strengerer Gesetze endlich „in die Schranken weisen“. Das ist durchaus verständlich in Ländern, die mit wesentlich schlimmeren Auswirkungen koordinierter Desinformationskampagnen zu kämpfen haben als Deutschland. Andererseits ist es wenig aussichtsreich und offenbart ein Dilemma, das nahezu ausweglos erscheint: auf grenzübergreifenden Plattformen landesspezifische Kulturen der Informationsfreiheit durchzusetzen, ohne zugleich die Informationsfreiheit weltweit einzuschränken.

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Suganth | Unsplash

Story, 22. Juli 2019

Wenn Algorithmen über den Job entscheiden

Welche Gruppen von Arbeitslosen sollen gefördert werden, welche nicht? In welchen Familien sind Kinder in Gefahr, vernachlässigt zu werden? Fragen dieser Art versucht man immer öfter über automatisierte Systeme zu klären. Auch in Österreich.

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