Studie: Verschlechterungen von Effizienzstandards bei Rechenzentren führen zu sehr großen zusätzlichen Energiebedarfen

Eine einfache Berechnung auf Basis der verfügbaren Daten und unter Annahme eines starken Wachstums zeigt: Bereits eine geringe Verschlechterung von Effizienzstandards bei Rechenzentren führt zu sehr großen zusätzlichen Strom- und Wärmebedarfen. Im Jahr 2045 entspricht der zusätzliche Energieverbrauch der Stromproduktion von sieben Gaskraftwerken. Die zusätzlich zu erzeugende Wärmemenge im Jahr 2045 entspricht der Wärme-Importmenge, die mit elf großen LNG-Tankschiffen transportiert werden kann. Akkumuliert über die Jahre 2026 bis 2045 führen sowohl der Strommehrverbrauch als auch die ungenutzte Abwärme zu Mehrkosten in Milliardenhöhe.
Die Bundesregierung überarbeitet derzeit das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) und will zahlreiche Regelungen verändern. In diesem kurzen Kommentar betrachtet AlgorithmWatch gemeinsam mit dem Umweltinstitut München und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, wie sich vermeintlich geringe zusätzliche Absenkungen der Energieeffizienzstandards für Neubauten auswirken würden.
Die vollständige Studie kann hier heruntergeladen werden.
