KI und Nachhaltigkeit

SustAIn-Magazin #3 – KI anders denken: Wie wir selber entscheiden, mit welcher KI wir leben wollen

Die dritte und letzte Ausgabe des SustAIn-Magazins befasst sich mit der Frage, wer dafür Verantwortung übernehmen könnte, Irrfahrten bei der KI-Entwicklung wieder in die richtige Richtung zu lenken.

Wenn sich in der Abfalltonne Flyer und Werbeprospekte stapeln, ist allen klar, dass dieser Werbemüll die Umwelt belastet. Aber wie wirkt sich eigentlich personalisierte Werbung im Internet auf die Umwelt aus? Bei fast jedem Aufruf einer Webseite werden Hunderte von Cookies mitgeladen, um eine unsichtbare, aber trotzdem extrem energieintensive Werbeinfrastruktur mit personalisierten Daten über Nutzer*innen zu füttern.

KI verschlingt viele Ressourcen und hat oft negative Folgen für unsere Gesellschaft und unsere Umwelt. Um KI nachhaltig und sinnvoll einzusetzen, sind wir alle gefragt: Wir sollten gemeinsam entscheiden, wozu wir KI brauchen – und wozu nicht.

Dieses Magazin lädt dazu ein, mehr über konkrete Möglichkeiten nachzudenken, wie die Entwicklung und der Einsatz von KI-Technologien besser reguliert werden könnten: über mehr Transparenz bei ihrem Energie- und Wasserverbrauch, über Verbote schädlicher Anwendungen oder über stärkere Anreize, sie effizienter zu machen. Mehr über diese unterschiedlichen Ansätze erfahren Sie im Detail in den Fallstudien, Befragungen, Policy Briefs und Standpunkten in diesem Magazin. Einen ersten Einblick in die Themen, die Sie erwarten, gibt es schon hier:

Wie nachhaltig ist meine KI?

Im SustAIn-Projekt haben wir umfassende Indikatoren zusammengestellt, mit denen sich die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit von KI-Systemen bewerten lässt. Darauf aufbauend haben wir ein Self-Assessment-Tool entwickelt, mit dem Unternehmen die Nachhaltigkeit ihrer KI-Systeme testen können und konkrete Handlungsempfehlungen erhalten. (Seite 6)

Wie KI sich auf die Umwelt auswirkt: Fangt einfach an zu messen

Für die Erforschung der Nachhaltigkeit von KI-Systemen ist der Zugang zu verlässlichen Fakten und Zahlen unerlässlich. Entwickler und Betreiber stellen jedoch häufig nicht ausreichend Informationen zur Verfügung. In einem Policy Brief schlagen wir Maßnahmen vor, um Unternehmen mithilfe der KI-Verordnung der Europäischen Union zu mehr Transparenz zu verpflichten. (Seite 26)

Wasser ist das neue CO₂

Während Künstliche Intelligenz eine zunehmend wichtige Rolle in der Entwicklung von Lösungsansätzen für die Klimakrise spielt, sind ihre eigenen Umweltauswirkungen noch nicht ausreichend untersucht. Dieser Artikel thematisiert den hohen Wasserfußabdruck von KI-Systemen, die für die Stromerzeugung und die Kühlung der Server auf Süßwasser angewiesen sind. (Seite 32)

Das Projekt SustAIn ist ein Kooperationsprojekt von AlgorithmWatch, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem DAI-Labor an der TU Berlin. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Lesen Sie mehr zu unserer Policy & Advocacy Arbeit zu ADM und Nachhaltigkeit.